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Habe ich mich gerade
"unter Wert" verkauft?
Ich mich verkauft?
Unter Wert?
Was ist denn ein Mensch wert?
Was bin ich wert?
Was bin ich mir wert? –
Für keinen Preis der Welt
würde ich mich verkaufen,
und erst recht nicht
unter Wert..!
Dazu bin ich
viel zu wertvoll;
„Unter Wert“ –
wer bewertet mich?
Bewerte ich mich?
Warum denn?
Weiß ich schließlich nicht,
was mein Leben wert ist? –
Mein Leben ist unbezahlbar,
von unschätzbarem Wert..!

Obendrein ist mein Leben
jeder "Inflation der Werte" standhaltend...

 

Copyright Einflügelengel®

      01. Februar 2015

Mülls Abfuhr


Müll –
ein Rohstoff
der Rohstoffe,
zum Wegwerfen? –
Ja!
Und zum aufheben…
am Straßenrand…!
Eine Randerscheinung?
Wenn unter den
Teppich Gekehrtes
beseitigt wird,
Müll,
am Seitenrand
des Straßenlebens,
ein Außenseiter,
dem die Müllabfuhr
eine Abfuhr erteilt,
oder??
Etwas worauf
wohl kaum
jemand „abfährt“ -
nur die Laster,
mit unseren
Müll-Lastern.
Schätze von gestern,
Müll von Heute,
Energie von morgen??
Wenn ehemalige
Träume
wie in Rauch
aufgehen,
oder so manche
Rechnung aufgeht in den Lüften der
Müllverbrennungsanlage –
ein Dauerbrenner?
Oder? -
Völlig ausgebrannt?
Innerlich manchmal
ausgebrannt,
ist es, ein Feuer entfachend,
jenes Objekt der Verbrennung,
das sich für Müll
erwärmen konnte –
oder durch Müll?
Wenn Servierer
„Müllwagen“
seinen Müll
abserviert,
nur damit
weniger da ist?
Weniger von dem,
was mehr wird?
Oder aus dem
nichts mehr wird?
Was wird
das werden?
Heiter –
oder rauchig?
Müll stinkt
uns zum Himmel,
aber wie!?
In natürlicher Form?
Als verbranntes Gas?
Wer kann das
noch riechen?
Wem steht Müll
schon zur Nase?
...oder bis
zur Nase?
Da hat man ja
die Nase voll!
Voll Müll?
Dann sollten
wir aber
Tempo machen!
Mit Müll?
Nein,
Tempo besser mit Recycling!

Copyright Einflügelengel®

      01. Februar 2015

Beobachtungen an der Tankstelle

 

Begeisterung –

wie ein Tank

mit zu viel Luft,

die er hinausbläst –

wenn sie auch verpufft,

als Abgas jener Flüssigkeit,

für die man flüssig ist,

 

in durstiger Fahrzeit –

 

viele Welten kennt

 

dieser heraussprudelnde,

 

zur Befüllung treibende Stoff,

 

in welchen er treibt,

 

wenn auch

 

im Rüssel eines „Tankelefanten“,

 

der da steht –

 

damit das Fahrzeug geht,

 

damit das Fahrzeug fährt,

 

damit ich fahre –

 

damit wir wieder fahren,

 

mein Fahrzeug und ich –

 

so wie jetzt,

 

wo es läuft,

 

wo es fährt,

 

mein Gefährt,

 

im Leergang –

 

Stunden...  

 

an dieser „Billigtankstelle“,

 

dieser Tankwelt zweiter Klasse,

 

wo mich der ewig

 

kleine Preis

 

hintreibt –

 

damit mein Weg

 

nicht auf der Strecke bleibt

 

in der weiten Prärie,

 

auf der Safari,

 

in der man Tiefpreise

 

erlegt,

 

die Sache schnell

 

erledigt –

 

achtend darauf,

 

einander nicht abzuschießen

 

mit den Waffen der Straße,

 

mit der Munition des Tanks,

 

in Kriegszeiten –

 

in Friedenszeiten –

 

in Waffenstillstandszeiten

 

auf der Schussbahn der Straße,

 

in der es nur so wimmelt

 

von Eseln aus Draht,

 

von Zweibeinern,

 

von Vierbeinern,

 

die doch alle nur

 

woanders hin wollen –

 

überall –

 

nur nicht dorthin,

 

wo sie herkommen,

 

die gerade da sind,

 

wo sie nicht sein möchten,

 

aber sein möchten,

 

wo sie später sind –

 

jedenfalls nicht

 

im zentralen „Jetzt“,

 

dem Mittelpunkt,

 

um den sich alles dreht:

 

„die Tankstelle“ –

 

doch wer erreicht sie schon?

 

Auf die Tankstelle

 

warten viele Benzinjäger

 

auf die Beute,

 

heute,

 

jetzt,

 

sofort!  

 

 

Wenn da nicht

dieser da wäre –

der vor dem

vor dem

vor...

vor dem ganz vorne da,

und alle anderen dahinter –

einschließlich mir...

und dies alles

doch nur...

damit die Kerzen meines Fahrzeugs

wieder brennen –

Explosionen zündender Ideen,

genialer Einfälle – 

Gedankenleere,

meine Sinne dominierend –

jedes Mal,

jedes Mal ich,

um die gleiche Zeit –

immer am selben Ort,

am Brunnen der Welt,

an einem Brunnen einer Welt –

meiner Welt,

des nach Sprit Dürstenden –

mich lassen sie leiden,

langsam…

 

dieses ewige Warten –

neben dem Hupkonzert

fahrender Straßenmusikanten –

sie haben ja

ihre Fahrzeugbäuche voll,

alle die anderen

Karawanenführer –

die Mäuler ihres Tanks

stoßen auf –

stoßen auf mich –

immer dieses Abgas...

 

ob dieses Warten ekelhaft macht?

Oder jähzornig?

So ein Unfug!

Mich nicht...

...wollte ich doch nur

an einem Freitagnachmittag,

im Winter meines Elans,

am Innenstadtring

vor den Ferien

für einen Cent

Preisnachlass

meine Benzinzeche

verschlanken,

auf den Präriestraßen

dieser Großstadtwüste –

um wieder

mithalten zu können –

mit meiner

motorisierten Unwichtigkeit…

 

 

 

Copyright Einflügelengel®